Aus- und Weiterbildung

Theoretische Grundlagen und klinische Orientierung

Gruppenanalyse, basierend auf der Theorie der Psychoanalyse und auf sozialwissenschaftlichen Ansätzen der Gruppe, wurde begründet durch S. H. Foulkes. Sie wird verstanden als eigenständige, der Psychoanalyse verwandte Disziplin. Der Blick richtet sich dabei auf die Entwicklung der Gruppe, des Gruppenprozesses und des Einzelnen in der Gruppe. Wesentliches Verständnis wird über die Erforschung der Gruppenmatrix und den Prozessen an der Gruppengrenze erreicht.

Eine weitere, zeitgleich entwickelte bedeutsame Grundlage gruppenanalytischer Arbeit ist die des Psychoanalytikers W. Bion, der die Entwicklungsmöglichkeiten der Gruppe unter besonderer Berücksichtigung und Bearbeitung ihrer Beziehung zum Leiter beschrieb. 

Die beiden Ansätze unterscheiden sich in der unterschiedlichen Haltung des Leiters zur Gruppe und in einer unterschiedlichen Gewichtung der in der Gruppe zu beobachtenden Entwicklungs-Phänomene.

Die Weiterbildung des Berliner Instituts für Gruppenanalyse basiert auf diesen grundlegenden wissenschaftlichen Ansätzen und nimmt die aktuell diskutierten Weiterentwicklungen der klinischen Praxis auf. Das Institut ist Zentrales Weiterbildungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G). Die Weiterbildung ist in Inhalt und Umfang orientiert an den Richtlinien der D3G sowie an den ärztlichen Weiterbildungsrichtlinien und den Vorgaben der KBV. Es werden bereits während der Weiterbildung die Voraussetzungen der Abrechnungsgenehmigung für analytische und tiefenpsychologisch fundierte Gruppenpsychotherapie bei der KV erworben sowie mit dem Gesamtumfang der Weiterbildung die Voraussetzungen zur Aufnahme als Mitglied in die D3G.


Berufliche Ausbildung

Die gruppenanalytische Weiterbildung wird von uns angeboten für KollegInnen und Kollegen im klinischen und außenklinischen Bereich.

Sie ist für viele Berufsfelder konzipiert, ausdrücklich nicht nur, wenn natürlich auch für Ärztinnen und Psychologinnen.

Gruppenanalytische Kompetenz ist gefragt, wenn durch den Focus auf die Gruppe sowohl die Entwicklung der Gruppe als auch gleichzeitig die Entwicklung des Einzelnen in der Gruppe erreicht werden kann. Gruppenanalytische Weiterbildung vermittelt die Grundlagen für ein sicheres Verstehen, Fördern und Leiten solcher Entwicklungsprozesse.

Gruppenanalytische Fort- und Weiterbildung ist konzipiert im Sinne des Erwerbs von Zusatzqualifikationen in Berufsfeldern des klinischen und außerklinischen Bereichs:

- medizinisch- und psychologisch-therapeutische Tätigkeit

- kreativ- und sozialtherapeutische Berufe

- Tätigkeiten in Schule und Sozialpädagogik

- Arbeit in Firmen, Verwaltung und Organisationen

Voraussetzung für eine Weiterbildung sind Erfahrungen in der beruflichen Praxis als:

- Arzt, auch in der Facharzt-Weiterbildung

- Dipl.-Psychologe

- Psychoanalytiker und Analytischer Kinder- und Jugendlichentherapeut

- Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

- Musik-, Gestaltungs- und Ergotherapeut

- Krankenpflegepersonal

- Sozialpädagoge

- Lehrer

und für den Bereich der Firmen, Organisationen und der Verwaltung:

Supervisoren, Organisationsberater und Leitende Mitarbeiter.