Großgruppen und Zusammenspiel von Groß- und Kleingruppen. Nachdenken aus einer intersubjektiven Perspektive. Gruppenanalytisches Gespräch.

17.05.2024 Fr 19:00 Uhr
BIG, Rudolfstraße 14, 10245 Berlin

Großgruppen und Zusammenspiel von Groß- und Kleingruppen. Nachdenken aus einer intersubjektiven Perspektive.

Ausgehend von Überlegungen Peter Potthoffs in „Die Analytische Großgruppe zwischen Chaos und Kreativität“ (2017) soll im Wechsel zwischen historischem Rückblick und aktueller Entwicklung des psychotherapeutischen Konzepts der Großgruppe über Potentiale und Gefahren nachgedacht werden.
Es stellt sich die Frage, wie sich Kleingruppen- und Großgruppenprozesse i. R. bestimmter mehrtägiger Veranstaltungs- und Ausbildungsformate gegenseitig beeinflussen. Ergeben sich durch das wiederholte rhythmische Zusammenkommen in Klein- und Großgruppen Entwicklungen im Sinne eines Dritten Raumes?
Wieviel Großgruppe braucht eine entwicklungsoffene Kleingruppe und wieviel Kleingruppe ein kreativer Großgruppenprozess? Lassen sich diese Fragen auch analog zu Lebensgeschichten Einzelner verstehen? Etwa: Die Notwendigkeit `Kleingruppe Familie´ ermöglicht und begleitet gelingende Entwicklung, die aber ihrerseits auf die Öffnung und ihr Zusammenwirken mit der `Großgruppe Gesellschaft´ angewiesen ist, um nicht in sich zu versanden?
Was verändert sich durch spezifische Leitungsstile, geprägt durch unterschiedliche theoretische Grundannahmen (Bion´scher, Foulkes´sche oder intersubjektiver Leitungsstil)? Inwieweit spiegeln diese unterschiedlichen Leitungsstile gesellschaftlich-politische Entwicklungen und können sie möglicherweise beeinflussen?

Dipl.-Psych. Alexandra Born

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