„Das könnt Ihr googlen! Ich bin doch nicht hier, um Euch zu educaten“

11.09.2026 Fr 19:00–20:30 Uhr
BIG, Rudolfstraße 14, 10245 Berlin

Wie gegenwärtige Weisen über Geschlecht, politischen Ort, individuelle Orientierung zu sprechen und diese zu verkörpern, die Gruppenanalyse beunruhigen, verwandeln und für neue Denkbewegungen öffnen können.

Die gruppenanalytische Praxis nach S.H. Foulkes beruht auf der Idee des freien Sprechens. Aufkommende Assoziationen, Einfälle, Fragen sollen – möglichst unzensiert – zur Sprache gebracht werden. Auftauchende Konflikte zwischen Gruppenmitgliedern sind willkommen und dürfen miteinander verstanden werden.
Dem stehen jedoch häufig moralische Vorstellungen, ideologische Vorannahmen und eine erklärte Sensibilität für Machtstrukturen, z.T. bewusstseinsnah und doch eher an den Rändern des Schon-Gedachten verweilend, gegenüber und machen es schwer, sich zu begegnen.
Wir möchten an Beispielen aus unserer Praxis diskutieren, wie diese Vorstellungen hineinregieren in den Wunsch, Liebevolles und Aggressives konstruktiv miteinander zu verhandeln. Ergebnisse sind oft Kränkungen, die nicht mehr oder nur schwer auszuhalten sind. Wie können wir als Gruppenanalytiker:innen aus Prozessen dieser Art und daraus entstehenden Lähmungen herausfinden?

Dipl. Psych. Phillip Denzin, Psychoanalytiker und Gruppenananalytiker, niedergelassen in eigener Praxis
Dipl. Psych. Susanne Raetzer, Psychotherapeutin und Gruppenanalytikerin, niedergelassen in eigener Praxis

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