Historie

2021

Symposium
Die Chancen der Verschiedenheit und die Verschiedenheit der Chancen. Wie divers wären wir gern?
Wir eröffnen neue Räume in Berlin-Friedrichshain und fragen uns zu diesem erfreulichen Anlass: Wie sollten (therapeutische) Räume beschaffen sein, in denen Begegnung gelingen kann?

Workshop: Kommunizieren in der Großgruppe
Das Kommunizieren in der Großgruppe, verbal oder nonverbal, läßt sich unter verschiedenen Aspekten anschauen.

2020

1. Forschungstag am BIG
Gruppenpraxis trifft Gruppenforschung

5. gruppenanalytische Selbsterfahrungstage
Das BIG bietet Raum für gruppenanalytische Erfahrung.

Workshop: Das Kontinuum des Vertrauens in der Großgruppe

2019

15 Jahre Berliner Institut für Gruppenanalyse
Wir laden Gründer*innen und Aktive, frühere und jetzige Mitglieder, ehemalige und derzeitige Weiterbildungsteilnehmer*innen ein.

4. Berliner Selbsterfahrungstage
Wir arbeiten in klein- und großgruppen Setting in der Tradition von Foulkes und der Methode der Sozial Dreaming.

Begegnungen III. Ein psychohistorischer Trialog.
Wir wollen persönliche und kollektive Erfahrungen miteinander austauschen. Kollektive und individuelle Zuschreibungen sollen wahrgenommen und reflektiert werden.

Lange Nacht der Psychoanalyse
Gruppenanalyse und Gesellschaft auf der Langen Nacht der Wissenschaften.

Berliner Gruppenanalyse. Geschichte – Theorie – Praxis.
17 Autoren*innen des BIG schreiben gemeinsam ein Buch.

Workshop: Re-Inszenierung in Gruppen
In dem zweitägigen Workshop nähern wir uns mittels szenischen Verstehens und unserer Gegenübertragung der dynamischen Matrix in der gruppenanalytischen Arbeit sowohl mit Kindern und Jugendlichen, als auch mit Erwachsenen. Wie bilden sich die unbewussten Themen in den Gruppen und an ihren Grenzen ab? Wie lassen sich (Re-)Inszenierungen „auf der Bühne“ und „hinter der Bühne“ übersetzen und verstehen?

Workshop: Großgruppen – wie man sie leitet

Beisammen in Deutschland.
Was ist geworden aus dem zivilgesellschaftlichen Aufbruch am Ende der DDR?

2018

3. Berliner Selbsterfahrungstage
Gruppenselbsterfahrung als Wachstumschance und Weiterbildung

Lange Nacht der Psychoanalyse

„Gruppenanalysitsche Gespräche” 10 mit Robin Friedman und Holger Brandes
Jenseits der Soldatenmatrix: Ausstoßung, Stolz und Ehre

2017

Gruppenanalytische Werkstatt für die Arbeit mit Kinder- und Jugendlichen

2. Berliner Selbsterfahrungstage
Wir möchten den Austausch fördern zwischen allen, die gemeinsam das BIG bilden, und diejenigen dazu einladen, die zukünftig dazu gehören.

Gruppenanalytische Werkstatt
Wir wenden uns an Ärzten*innen und Psychologen*innen in Kliniken, die Gruppen leiten oder leiten wollen und noch keine gruppenspezifische Ausbildung haben.

Lange Nacht der Wissenschaft
Gruppen.Denk.Räume bei der Langen Nacht der Psychoanalyse

Crossing Borders – Gruppenalyse und Musik
BIG und die Deutsch-skandinavische Jugend-Philharmonie bereiten gemeinsam einen Beitrag für die Internationale gruppenanalytische Tagung vor. 35 junge Musiker*innen aus 10 Ländern spielen die „Unanswered Question” von Charles Yves.

17th International Symposium of the Group Anyltic Society International
Crossing Borders – Social, Cultural and Clinical Challenges
vorbereiten von GASI, D3G und BIG

Begegnungen II. Ein psychohistorischer Trialog
Konferenz zur ukrainisch-russich-deutschen Verständigung vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Geschichte.

2016

1. Berliner Selbsterfahrungstage
Interessenten*innen für Gruppenanalyse, die sich den ersten Eindruck verschafften wollen, „wie Gruppe geht“, sind bei den Gruppenanalytischen Selbsterfahrungstagen herzlich willkommen.

Auf der Langen Nacht der Psychoanalyse stellen wir mit einem Plakat die Struktur des BIG vor.

In Vorbereitung auf die GASI Tagung auch auf Englisch.

2015

Die gruppenanalytische Werkstatt bieten wir für diejenigen an, die ihrer gruppenanalytischen Arbeit in den Kliniken ein besseres Fundament geben möchten.

Begegnungen I. Ein psychohistorischer Trialog
Erstmals richten wir gemeinsam eine gruppenanalytische Konferenz für Gruppenanalytiker*innen aus der Ukraine, Rußland und Deutschland aus.

Lange Nacht der Psychoanalyse
Jenseits der Heilmethode waren Psychoanalyse und Gruppenanalyse schon immer Erkenntnisinstrument sozialer, kultureller und politischer Phänomene.

Anlässlich des 40. Todestages von Hannah Arendt veranstaltet das BIG in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Berlin ein Symposium zum Thema “Übungen in pluralem Denken”

2014

Berliner Psychoanalytische Institute und das BIG 
zum ersten Mal in der Langen Nacht der Wissenschaften

Auch wenn das Unbewusste sich immer noch auf keinem Röntgenbild zeigt – für die Psychoanalyse bildet es seit jeher das Zentrum der wissenschaftlichen und klinischen Arbeit. Die Aura des Geheimnisvollen hat sie lange insgeheim genossen. Inzwischen gibt es für viele Thesen, die schon Sigmund Freud formulierte, neue Belege der modernen Neurowissenschaften.
Daher ist es Zeit, jetzt auch in der Langen Nacht der Wissenschaften zu zeigen, was die moderne Psychoanalyse kann und wie sie es tut. Unter dem Motto: “Heilen – Ausbilden – Forschen” geben alle Berliner Psychoanalytischen Institute gemeinsam mit der International Psychoanalytic University (IPU) Einblicke (auf und) hinter die berüchtigte Couch – immer noch ihr klassisches Kennzeichen.
“Was genau heilt eigentlich?” fragen nicht nur Patienten mit Essstörungen oder einer Borderline-Symptomatik. “Ist es die berühmte ‘freie Assoziation’ oder die ‘Redekur’? “Ist es eher die Zweierbeziehung mit dem Analytiker oder die Resonanz der Gruppe in der analytischen Gruppenpsychotherapie?” Und: “Wie kommt man eigentlich ans Unbewusste von Kindern?”
Voraussetzung für den Analytikerberuf ist eine lange und aufwendige Ausbildung, Das geht nicht ohne andauernden Forschergeist: für sich selbst, für die Methode, für die Welt, in der die Leiden entstehen. Ein analytischer Blick ist immer ein Blick auf unbewusste Motive, und so lassen sich Phänomene wie NSU oder NSA in ihrer gesellschaftlichen und subjektiven Bedeutung untersuchen. Und mit ein bißchen gutem Willen (und Fähigkeit zur Selbstironie) plus analytischer Deutung werden sogar der Tango und die Psychoanalyse ein leichtgängiges Paar.
Trotz harter Konkurrenz um die “reine Lehre”, die “beste Ausbildung” und den Anteil am Gesundheitsmarkt präsentieren sich die 8 analytischen Berliner Ausbildungsinstitute – für Erwachsene, Kinder und Gruppen – gemeinsam. Sie setzen damit einen Punkt hinter die bekanntermaßen tragische Geschichte von Spaltungen und Ausgrenzung, die auch die Geschichte der Psychoanalyse zu einer deutschen Geschichte werden ließ.

Wo: International Psychoanalytic University (IPU), Stromstrasse 2 10555 Berlin Wann: 10. Mai 2014, ab 17 Uhr
www.langenachtderwissenschaften.de

2013

Unter dem Titel “Über Grenzen” feiert das Institut sein zehnjähriges Bestehen.

2003

Unter den psychotherapeutisch arbeitenden Kolleg*innen Berlins gab es immer ein reges Interesse an Gruppenanalyse und gruppen­psycho­therapeutischer Praxis.

In den Jahrzehnten der Teilung der Stadt nutzte eine große Zahl psychoanalytisch-klinischer Praktiker*innen West-Berlins die Weiterbildung der gruppenanalytischen Institute in Bonn, Heidelberg, Zürich, Göttingen, Altaussee sowie die Tagungen und Fortbildungsangebote der Sektion Analytische Gruppenpsychotherapie im DAGG. Es bildete sich bis dahin in Berlin kein eigenes Zentrum gruppenanalytischer Diskussion und Weiterbildung; Ansätze gab es jedoch in verschiedenen psychoanalytischen Instituten.
In der DDR hatte sich die Intendierte Dynamische Gruppenpsychotherapie zum wesentlichen Verfahren der Psychotherapie entwickelt und fand in der stationären Psychotherapie breite Anwendung. Im Osten Berlins existierte ein „Fließsystem“ zwischen stationärer und ambulanter Gruppenpsychotherapie, durch das Übergänge zwischen den verschiedenen Settings erleichtert wurden.
Kollegiale Kontakte zwischen Ost- und Westberliner Gruppenpsychotherapeuten waren erschwert; gleichwohl gab es stellenweise einen intensiven Austausch.

Ab 1989 änderte sich die Situation für die gruppenpsychotherapeutisch arbeitenden Kolleg*innen Berlins. In den Berliner psychoanalytischen Instituten beider Teile der Stadt entwickelte sich das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Ort der Diskussion gruppenanalytischer Theorie und Praxis.

Nach einem mehrjährigen Vorlauf mit intensiven Diskussionen zu den unterschiedlichen gruppenpsychotherapeutischen Erfahrungen der Teilnehmer*innen wurde 2003 schließlich das Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG e.V.) gegründet.

Die Verbundenheit der Mitglieder mit den Weiterbildungstraditionen der unterschiedlichen gruppenanalytischen Institute sowie die bereits bestehenden curricularen Ansätze in den psychoanalytischen Instituten ermöglichten eine rasche Entwicklung der Weiterbildung. Die unterschiedlichen Herkünfte aus den psychoanalytischen Schulen und Denkweisen sowie den gruppenpsychotherapeutischen Prägungen sorgen für Vielfalt am Institut. Auch das umfangreiche Programm wissenschaftlicher Diskussion und Fortbildung führte über die Jahre zu einer eigenen gruppenanalytischen Identität des BIG: Die durch die Trennung bewirkte Vielfalt der Erfahrungen an verschiedenen Orten ist in der Zusammenführung zu einer kraftvollen Instituts-Dynamik geworden. Die von Gerhard Wilke (London) geleitete Instituts-Großgruppe ist eine wesentliche Quelle der dynamischen Entwicklung des Instituts.
Im Rückblick auf die Entwicklung wird deutlich, dass es in Berlin erst des freien Raums ohne politische Eingrenzungen und städtische Aufteilungen bedurfte, damit sich die Gruppenanalyse im eigenen Raum kreativ entwickeln konnte.